Impfen

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Impfungen sind wichtig

Impfungen sind unzweifelhaft die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen der Prävention. Seit Jahren wird in Deutschland jedoch nicht nur eine zunehmende Impfmüdigkeit, sondern auch eine wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Impfskepsis registriert.

Schlechte Impfraten und ihre Folgen

Deutschland ist damit hinsichtlich der Durchimpfraten inzwischen eines der Schlusslichter in der Europäischen Union. Eine der Ursachen liegt sicherlich in der fehlenden politischen Unterstützung des Impfgedankens und von Impfempfehlungen.

Aktuelles Beispiel in Duisburg sind die Masern.

Frauenärzte dürfen Frauen und Männer impfen

Seit 1999 dürfen Frauenärzte in Deutschland alle Schutzimpfungen durchführen. Gynäkologen stehen auf Platz vier der impfenden Ärzte hinter Hausärzten, Kinderärzten und Internisten. Die Möglichkeit des Impfens in der gynäkologischen Praxis ist auch gegeben für männliche Familienangehörige, Bekannte oder Kinder, die in die Praxis kommen, um sich impfen zu lassen.

Nur 59 Prozent der von der STIKO ( Ständige Impfkomission ) empfohlenen Impfungen werden durchgeführt. Dtld weist im internationalen Vergleich immer noch niedrige Impfraten auf. Impfungen erhalten wie kaum eine andere Massnahme die Gesundheit des Menschen.

Menschen, die nicht geimpft werden können , sind auf ein geschütztes Umfeld angewiesen. So ist z.B. Pertussis (Keuchhusten )vor allem bei Säuglingen lebensbedrohlich. Deshalb ist die Impfung gegen Pertussis im Umfeld eines Säuglings äußerst wichtig.

Reisen und globale Migration führen dazu, dass sich besiegt geglaubte Infektionskrankheiten wieder verbreiten.

Impfstoffe sind sichere Arzneimittel

Ein Impfstoff wird erst zugelassen und empfohlen, wenn Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durch Untersuchungen bestätigt sind.

Auffrisch-Impfungen nicht vergessen

Bringen Sie anlässlich Ihres Praxisbesuches Ihrem Impfpass mit. So können wir sehen, ob eine Auffrischimpfung erforderlich ist und diese auch unmittelbar durchführen. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen

HPV-Impfungen ab dem 9. Lebensjahr

Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit stark verbreitet. Etwa 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen machen im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion durch.
Die Rolle von 13 Hochrisiko-HPV-Typen (HPV 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66) bei der Entstehung von hochgradigen Vorstufen bis zum eingetretenen Gebärmutterhalskrebs gilt als gesichert.

Darüber hinaus ist bekannt, dass die Niedrigrisiko-HPV-Typen 6 und 11 mehr als 90 Prozent aller Genitalwarzen verursachen.

Impfstoffe gegen das HPV-Virus gibt es inzwischen seit mehr als zehn Jahren.  Seither zeigten sich sowohl ein deutlicher Rückgang  von HPV-verursachten Genitalwarzen als auch von bestimmten HPV-verursachten Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses.

Australien weist das breiteste HPV-Impfprogramm weltweit auf. 2007 wurde ein von der Regierung finanziertes Programm eingeführt, das bis 2009 Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren über Schulinitiativen und Frauen bis 26 Jahre über öffentliche Gesundheitsdienstleister erfasste.
Seit 2009 werden routinemäßig Mädchen im Alter von zwölf bis 13 Jahren mit einem quadrivalenten HPV-Impfstoff geimpft – seit 2013 auch Jungen im selben Alter

Dänemark nahm im Januar 2009 die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von zwölf  auf. Ergebnis des Programms ist eine der höchsten HPV-Durchimpfungsraten weltweit: 88 Prozent der Geburtsjahrgänge zwischen 1993 und 1999 erhielten bis Februar 2013 mindestens eine Impfung. Gleichzeitig sank das Risiko für Genitalwarzen erheblich.

Auch in Schweden gibt es ähnliche Impfprogramme

In Deutschland empfiehlt die STIKO seit 2007 eine Impfung gegen HPV für alle Mädchen. Im August 2014 wurde das empfohlene Impfalter auf neun bis 14 Jahre gesenkt.  Zuvor hatte es bei zwölf bis 17 Jahre gelegen.

Für diese jüngere Altersgruppe sind nach STIKO-Empfehlung nur noch zwei statt drei Impfungen für eine vollständige Impfung erforderlich.

Die Impfquoten gegen HPV sind zwar bei 15-jährigen Mädchen über die letzten Jahre leicht gestiegen, lagen jedoch gemäß der letzten Daten von 2014 bundesweit bei 30,5 Prozent - für eine vollständige Impfserie noch immer auf niedrigem Niveau.

Die geänderte Impfempfehlung, das Zwei-Dosen-Schema und eine bessere Erreichbarkeit der jüngeren Mädchen über Routine-Vorsorgeuntersuchungen sollen zu einer Erhöhung der HPV-Impfquoten beitragen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat neue Empfehlungen herausgegeben:

Ab sofort sollen alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren die Impfung bekommen, und nicht wie bisher empfohlen mit 12 bis 17 Jahren. Dies ist die wichtigste Änderung in den Empfehlungen der STIKO

Mit der Herabsetzung des Impfalters soll erreicht werden, dass mehr Mädchen als bisher vor HPV-Infektionen geschützt werden, bevor sie sexuell aktiv werden. Hinzu kommt: Höhere Antikörper-Antworten legen nahe, dass jüngere Mädchen besser auf eine Impfung gegen HPV ansprechen als ältere. Zudem sind in dem jüngeren Alter nur

noch zwei statt bisher drei Impftermine erforderlich.

Die Herabsetzung des Impfalters hat auch den Vorteil, dass Mädchen beim Vorsorgetermin U11 im Alter von 9 bis 10 Jahren meist Kontakt zum Arzt haben. Dabei kann – wie auch bei der „J1“-Untersuchung im Alter von 12 bis 14 Jahren – gegen HPV geimpft werden.

Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt die Impfung ab 9 Jahren

Der hauptsächliche Übertragungsweg für HPV-Infektionen am Gebärmutterhals sind Sexualkontakte. Die Impfung ist daher am wirksamsten, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt.  Der erste Geschlechtsverkehr ist jedoch meist nicht geplant und wird nicht mit Eltern oder impfenden Ärzten besprochen. Studien zufolge verpasst daher bisher ein Großteil der Mädchen in Deutschland den idealen Impfzeitpunkt vor dem ersten Geschlechtsverkehr, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI)

Die HPV-Impfung kann die Krebsfrüherkennungsuntersuchung nicht ersetzen. „Nicht im Impfstoff enthaltene HPV-Typen, unvollständig geimpfte Personen und seltene Impfversager erfordern auch bei Erreichen einer hohen Durchimpfung die Fortführung der Früherkennungsuntersuchungen

Wir haben eigentlich immer Impfstoff vorrätig, sodass wir sehr kurzfristig einen Termin zur Impfung vergeben können.
Melden Sie sich , wir können dann gerne einen Impfstoff reservieren
Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen

Seit 2015 ist der nonavalente HPV-Impfstoff GARDASIL® 9 in Deutschland zur aktiven Impfung von Personen ab einem Alter von 9 Jahren zugelassen
GARDASIL® 9 kann bei Personen im Alter von 9 bis 14 Jahren sowohl in einem 2-Dosen- als auch in einem 3-Dosen-Impfschema verabreicht werden.
Für Personen ab dem Alter von 15 Jahren wird ein 3-Dosen-Impfschema empfohlen